RENNTAGE 2008

26.04.08

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11.05.08

2. Renntag am 11.5.08

15.06.08

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16.08.08

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31.08.08

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13.09.08

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03.10.08

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26.10.08

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2. Renntag am 11.5.08

13 Jahre Karneval der Kulturen welcher wieder mit fast 1mio Menschen durch Kreuzberg tobt und fast unbemerkt von Presse und Öffentlichkeit 140 jähriges Jubiläum der Galopprennbahn Hoppegarten am Renntag 2 der Zeitrechnung Schöningh.

Was fast 40 Jahre Planwirtschaft nicht kaputt bekommen haben, nach der Wende jedoch diverse Institutionen und Personen, soll nun der neue Eigentümer richten. Bei aller Liebe – keine leichte Aufgabe, noch dazu hier im wilden Osten, wo doch immer noch so vieles anders gehandhabt wird als in den alten Bundesländern. Da wird die Gradwanderung sicher interessant.

Aber was solls, Renntag war angesagt.......meine heftigsten Entzugserscheinungen konnte ich ja bereits auf der Neuen Bult mindern, sowie der Saisoneröffnung vor 14 Tagen. Irgendwie bin ich nur nie zum schreiben gekommen......warum auch immer. Und da behaupte einer noch Rennbahnbesuche seinen pures Vergnügen;--))

Strahlender Sonnenschein versprach nun einen wunderschönen Tag mit sommerlichen Temperaturen, wenn auch das Programm bis auf die beiden 3jährigen Prüfungen eher dem Nützlichkeitssport Rechnung trug.

Ein Bodenwert von 4,0 sowie nur 2 Nichtstarter.

Na denn mal los. Erste Bekannte waren bereits eingetroffen und wir nutzten den Schatten der alten Bäume zum Smalltalk und erster Chancenbewertung.

Im 1 Rennen gab es nur 3 ernsthafte Kandidaten im Streit um die Sieggelder und trotzdem sollte ich mich irren. Mit einem beeindruckenden Sieg untermauerte der 9jährige Kiaro seine gute Leistung vom letzten mal. Erst danach kamen Elfast und Picdumidi über die Ziellinie vor Little Proud.

Diverser Berliner Schick sowie die obligatorischen Stachelbeerbeine vieler Kurzhosig bekleideter Männer verhinderten immer wieder mal das Sichtfeld daher nun lieber ein direkter ernsthafte Blick in den Führring. 3jährig sieglose auf der Sprintdistanz von 1200m.

So richtig ins Auge stach mir hier keiner. Aus dem Bolte-Quartier erhielt Action Lion die meisten Vorschusslorbeeren, Wild Bill Tracey gefiel, war jedoch bereits wie so viele Pferde aus England mit bereits 11 Starts sehr fleissig gewesen. Er sah sehr fit aus und lief ruhig seine Runden was man von Dea della Luna nicht gerade behaupten konnte. Die beiden Polnischen Vertreter aus dem Klus-Stall, der eine hochbeinig und kräftig der andere eher klein und drahtig, schwer einzuschätzen. Rose of Tertullian hab ich irgendwie übersehn, war jedoch sicherlich nicht uninteresannt.

Haben wir lange nicht gehabt; Probleme an der Maschine. Fun Fire machte einige Schwierigkeiten und musste mit versammelter Mannschaft reingeschoben werden.

Dafür kam sie aber am besten auf die Beine und führte vor Dea della Luna, Action lion, Rose of Tertullian, Wild Bill Tracey, die rote Laterne hatte No Floozy. Bis in die Gerade immer noch Fun Fire aber dann kamen die Gegner, Dea della Luna wurde eingesetzt, Action Lion verbesserte den Platz, Wild Bill Tracey kam und so galoppierten sie auch über die Ziellinie.

Es gewann Dea della Luna vor Action Lion, dann Wild Bill Tracey vor Fun Fire und Rose of Tertullien.

Ein schönes Rennen und begeisterte Zuschauer die diesen Einlauf lautstark anfeuerten.

Bei einem Blick in die Runde stellten wir fest das die Bahn gut gefüllt war, ich schätze mal so etwa 6-7tausend Besucher. Kein Rekord aber bei noch minimalerer Werbung als zur Eröffnung, meiner Meinung nach ein zufriedenstellendes Ergebnis. Das man mit dem Eintritt nun auch ein kostenlosen Programmheft bekam in welchem zu den Startern auch noch einige Bemerkungen standen wurde von vielen Besuchern sehr positiv bewertet.

Leider nur 5 Starter über 1400m mit erheblichen Klasseunterschieden in diesem Altersgewichtsrennen.

Lord Areion stand weit raus und sollte sein letztes schlechtes Laufen hier korrigieren, wurde nun mit Scheuklappen aufgeboten, überhaupt waren inkl des Nichtstarters Owentuo alleine 3 Areion-Nachkommen im Feld.

Frau von Metzendorf, die begeistert von ihren persönlichen anfänglichen Besuchen in Hoppegarten aus den 20er Jahren erzählte im Führring. Hut ab vor der schmalen fitten Frau die so begeistert sprach während die Pferde ihre Kreise drehten.

Start-Ziel zeigte Super Hector eine brilliante Leistung vor Sunny Hill und erst 5 Längen dahinter der haushohe Favorit Lord Areion, Invincable Lewis bekam noch das zu erwartende 4 Geld vor Cadeau Precieux der immer das Schlusslicht bildete und bei diesen Gegner völlig überfordert war.

2000m warteten nun auf 11 3jährige, darunter viele Debütanten.

Führring, unbedingt nun Führring. Liefen doch einige Pferde welche ich unbedingt näher betrachten wollte, unter anderem Cyrus, dessen Mutter einst bei uns im Stall stand und 71,5 kg konnte. Dann natürlich der Halbbruder von Waleria, welche ich noch in bester Erinnerung hab sowie aus dem Wöhler-Quartier Picobolo aus der Power Queen. Auch ob Famuna inzwischen so abgenommen hatte das sie wie ein Rennpferd aussah? Ich war gespannt.

Aus dem großen Stall von Trainer Rau wurde als einziger Starter vor Ort Free Minded aufgeboten. Dahinter steckte der neue Hoppegartenbesitzer Schöningh welcher mit diesem Start auch ein persönliches Zeichen setzen wollte.

Bis zu dem Tag wo er jedoch mehrere seiner Pferde vor Ort trainieren lässt wird wohl noch viel „Wasser de Rhei runnerfliesse" wie man bei mir früher so sagte.

Im Hintergrund wird bereit viel gewirbelt und man darf gespannt sein welche Trainer es hier noch mal versuchen werden. Hoffentlich kann eines Tages die Tradition der zugezogenen Trainer mal beendet werden.

Aber mal weg von dem Spekulatius, hin zu den Hauptakteuren, Cyrus mit der typischen Goofalikfarbe jedoch diesmal eher der „hüstel" kräftige Vertreter, der seinem Führer auch einige Schwierigkeiten bereitete. Optisch schön anzusehen, der wäre sicherlich nach der Rennkarriere was für einen Dressurreiter.

Free Minded, gut gezogen, sah wie ein Rennpferd aus. Immer wieder heftiges Gewieher im Führring und einige Aufgeregtheiten. Ianinas First, ein hochbeiniger Schimmel, wird wohl noch Zeit brauchen. Bei dem Anblick von Picobolo blieb mir dagegen erst mal die Luft weg. Ein Rießentrumm von Pferd, hinten noch etwas höher und ein Mordsschädel, wenn der erst mal ins rollen kommt walzt der alles nieder....upps..sorry. Samum scheint wirklich sein Kaliber stark zu vererben, Walodja war optisch mit seiner Halbschwester Waleria so ganz und gar zu vergleichen. Da drehte ein kräftiger rahmiger Fuchs ganz relaxt seine Runden. Aber egal, schnell sollen sie ja sein und nicht schön.

Famuna, ebenfalls von Samum, hatte tatsächlich abgenommen aber ob die Beine irgendwann noch mal mitzuwachsen?

Und dann sollte es doch tatsächlich Probleme an der Maschine geben???!! Als erster sollte Cyrus seinen Platz einnehmen, aber nix, nada, niete! Heftigste Gegenwehr. Daher wurden die anderen vorgezogen, Cyrus, Picobolo und Royal Gini dann als letzte noch drausen, es zog sich bereits wieder, Picobolo rückte ein und Cyrus sowie Royal Gini bereiteten dann doch noch solch erheblichen Ärger das sie vom Start verwiesen wurden. Ärgerlich vor allem bei Debuetanten aber so manch andere Startmannschaft hätte da wohl schon viel früher abgewunken.

Coryda und Famuna gaben den Takt an, dann Agility und Star Pride.

In der Geraden noch immer erstaunlicherweise Famuna mit vorne die weit besser lief als erwartet mit Coryda, dann Agility, Ianias First noch dabei, Star Pride und Walodja aber die lange Gerade ist in Hoppegarten nie zu unterschätzen, Famuna verabschiedete sich nach hinten, Walodja schaltete einen Gang höher und kam in der Mitte der Bahn immer besser auf Touren, im Fahrwasser Picobolo und Free Minded galoppierte außen immer besser.

Ein verdienter Sieg ging an Wolodja vor Picobolo und Free Minded sowie Coryda auf dem 4. Platz.

Ein schönes Rennen mit einem spannenden Finish und vor allem auch einem zufriedenen Besitzer des 3.platzierten Free Minded, welcher sich den ganzen Renntag über recht leutselig in der Menge zeigte.

Die weiteren Plazierungen waren dann Agility vor Star Pride, Impresja, Ianinas First und Famuna.

Daraufhin erst mal ein kaltes Bier.

Ein AGLIII ebenfalls über 2000m.Win for Sure trat als einzige 3jährige gegen die älteren an und stand in der klaren Favoritenrolle. Aber jedes Rennen muss erst mal am Zielpfosten gewonnen werden und so kam Win for Sure hinter den 3 Dzubaszstartern nur auf einen guten 4 Platz.

Nochmals ein AGLIII über diesmal die kurze Distanz von 1400m mit 6 Startern.

Am Führring wieder Diskussionen mit Freunden, doch war hier nicht nur das Aussehen der Pferde Thema, auch der neue Besitzer der Bahn.

Mir persönlich gefiel Siegmund gut, Fahr Royal war recht aufgeregt hat auch bereits einen Fan gefunden welcher irgendwann nach Beendigung seiner Karriere ihn gerne nehmen würde. So gut trifft es leider nicht jedes Rennpferd.

East Tiger führte wie gewohnt das Feld an, dahinter Ainstein Black vor Siegmund, Abrafax, Fahr Royal am ende des Feldes für den das Tempo ruhig etwas flotter hätte sein können.

In der langen Geraden kamen 3 Pferde fast Kopf/Kopf auf die Ziellinie zu, East Tiger, außen Ainstein Black und Sigmund, Fahr Royal kam von ganz hinten. Ein spannendes Finish vorne und außen wurde gewonnen von Ainstein Black vor East Tiger und Sigmund vor Fahr Royal. So muss Rennen sein.

2 AGL-IV-Rennen rundeten den Renntag noch ab wovon Plaisir d´ Amour mit tollem Endspeed wie bereits schon in Hannover, verdient gewann und damit seinem Trainer eine sehr gute Ausbeute für die Reise nach Dresden und Hoppegarten bescherte. Mit 2 Startern 1 x 2.ter in Dresden und hier nun gewonnen, da kann man mehr als zufrieden sein.

Auch der Jockey kam ganz strahlend zur Siegerehrung zurück und war sichtlich zufrieden mit seinem Ritt. Auf den Plätzen Gaius, Ahab sowie Power Within You.

Auffällig am heutigen Renntag, mangels herausragendes Highlight blieben die meisten Leute bis zum Schluss auf der Bahn. Eine Abwanderung wie sonst war heute nicht zu bemerken.

Das letzte Rennen gewann Argar und auf den Plätzen wie erwartet Emperioso und Stringendo der bereits am vorherigen Renntag im Stall gesungen wurde. Kidbrother vor dem lange führenden Cool Blue vervollständigten den Einlauf.

6 der 8 Rennen blieben somit in Hoppegartener Quartieren. Jiri Palik sass auf den jeweiligen Siegern der letzten 3 Rennen. Rundum recht zufriedene Gesichter.

Müde und dringend nach einer Dusche lechtzend gings nach Hause bis es am 15.06 wieder heißt „Boxen auf".


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